Portrait

«Dieses Schweben, dieses eigenartige Schweben auf manchen ihrer Fotografien. Die Illusion, eben gerade nicht den erstarrten, sondern den gelebten Moment vor sich zu haben. Gleich wird einer mit den Lidern zucken und sich bewegen. Gleich wird eine heftig vorgestossene Hand am Ziel sein oder ein nachdenkliches Gesicht sich zur Grimasse verzerren. Man tritt an die Stelle der Fotografin und sieht, was man in Wirklichkeit nicht gesehen hat. Das Flüchtige ist gebannt. Da ist etwas, da war es schon.» Nicole Müller, Schriftstellerin